Mundwerker

Schon bei meiner Geburt stand fest: Handwerker wird der nicht. Ich wurde also Mundwerker. Eigentlich wurde ich Geschichtenerzähler. Das habe ich von der Pike auf gelernt. Nämlich bei den Gottesdiensten für Kita-Kinder. Kinder werden bei langweiligen Geschichten unruhig. Nach drei Jahren Ausbildung durch Kinder, hatte ich dann den Mut, auch von der Kanzel zu den Erwachsenen „frei“ zu reden.

Um die Art und Weise meiner Vorträge kennen zu lernen, lesen Sie sich meine Texte unten im Akkordeon durch oder Sie klicken hier und hören/sehen einfach zu.

VORTRAG BEIM PÄDAGOGISCHEN LANDESINSTITUT RlP, 19.02.2014 (30')

Theol. Vortrag bei Landessynode der EKiR am 13.01.2013 (40')

Wirkung entfalten (Kopf, Herz und Hand)

Ein guter Vortrag ist für Kopf, Herz und Hand anregend. Soll ein Vortrag Wirkung bei den Zuhörenden entfalten, kommt es darauf an, dass der Vortrag neue und verständliche Informationen (Kopf) enthält, die dem Hörenden nützlich und umsetzbar (Hand) erscheinen. Außerdem müssen die Inhalte erinnerbar sein. Und das alles schaffen vor allem Geschichten, die Emotionen (Herz) hervorrufen.

Struktur und freie Rede

Meine Vorträge sind klar und erkennbar strukturiert

  • Immer wieder teile ich den Zuhörenden mit, wo ich mich gerade auf meiner „Vortragsreise“ befinde.
  • Auf Wunsch visualisiere ich die Struktur (Präsentation oder Handout).

Meine Vorträge sind zugleich frei formuliert.

  • Das ermöglicht Blickkontakt, Anteilnahme der Hörenden, Aufgreifen von Reaktionen des Publikums...
  • Ein frei formulierter Vortrag ist per se verständlicher als ein geschriebener und dann vorgelesener Vortrag.

Verständlichkeit

Das menschliche Gehirn ist konkret. Inhalte werden verständlich, wenn sie mit Geschichten, Beispielen und Bildern veranschaulicht werden. Meine Vorträge sind ein permanenter Wechsel von Anekdote und Aussage.

Ich rede wie mir der Schnabel gewachsen ist. Umgangssprache und kurze Sätze schaffen Nähe zum Hörenden.

Mit lebhafter Gestik, Mimik und Stimmmodulation halte ich die Aufmerksamkeit der Hörenden hoch.

Humor & Emotionen

  • Meine Vorträge sind unterhaltsam und humorvoll. Seit 2014 stehe ich als Kabarettist auf der Bühne und spiele Improvisationstheater.
  • Zum anderen ermöglicht Humor den Zugang zu schweren und bedrückenden Themen. Über Konflikte, mangelnde Motivation, Scheitern, Behinderung ... denkt man nicht gerne nach. Humor erhöht die Bereitschaft der Auseinandersetzung.
  • Humor darf übertreiben, verzerren, karikaturieren (habe das Wort gerade erfunden) und trifft dabei oft des Pudels Kern.
  • Jede Emotion ist mir willkommen: Widerstand, Angst, Ekel, Freude, … . Gefühle, die zurückgehalten werden, bestimmen trotzdem das Verhalten oder die Meinung eines Menschen. Menschen bewegen sich nie nur auf der Sachebene. Also beziehe ich Gefühle ein.

Erinnerbarkeit

  • Neben den genannten Kriterien für gute Vorträge, brauchen Hörende weitere Gedächtnisstützen, um Inhalte zu erinnern.
  • Gerne nutze ich Ankündigungen, was ich jetzt erzähle, dann die Ausführung und schließlich ein Fazit.
  • Rhetorische Fragen lassen mitdenken und erinnern.
  • Verknüpfungen mit Gehörtem (ich habe ja eben behauptet...) und...
  • Verknüpfungen mit Situationen (wenn also demnächst Ihr Kunde kommt...) ebenso.

Mitdenken & nachfragen

Gerne gebe ich Fragen während meiner Vorträge Raum. Wenn gewünscht initiiere ich auch die Teilhabe des Plenums.