Themen

Angefangen hat alles mit meinem Lebensthema: Leben mit einer Begrenzung. Im zweiten theologischen Examen habe ich das Schwerpunktthema „Behinderung“ im Fach Ethik gewählt. Das hat mich genötigt, meine Erfahrungen theoretisch und theologisch zu reflektieren. Die Wahl erfolgte übrigens aus überwiegend taktischen Gründen - eine Toppnote war mir sicher Zwinkernd.  

Durch meine Tätigkeit am Pädagogisch-Theologischen Institut und aufgrund meiner Erfahrungen im Leistungsport kamen zwei weitere Themenbereiche hinzu: Motivation und Lernen, Menschen führen und begleiten (soziale Kompetenzen).

Übrigens verändern sich die Inhalte meiner Vorträge und Seminare je nach den Beteiligten (jedes Seminar aber auch jeder Vortrag ist anders). 

Die hier aufgeführten Titel sind Beispiele von bereits gehaltenen Vorträgen/Seminaren. 

Rund um das Phänomen Behinderung

Lieber Arm ab als arm dran

Eine Behinderung zu haben, ist eine Sache - wie ich mit ihr leben kann, eine ganz andere. Ob ich mit meiner Behinderung gut leben kann, hängt von zwei Dingen ab.

Zum einen von den Menschen um mich her und ihrem Verhalten zu mir und meiner Behinderung.

Zum anderen von meiner eigenen Einstellung. Meine Behinderung hat sich über mein Leben hinweg nicht verändert, meine Einstellung zu ihr sehr wohl.

Gerne erzähle ich, warum meine Behinderung nicht dazu geführt hat, dass ich „arm dran“ bin.

 

Ich glaube (nicht) an Wunder! – wie sind die biblischen Wundererzählungen zu verstehen?

„Und sie brachten zu ihm einen, der taub und stumm war, ... und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Tu dich auf! Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig. “ (Markus 7,32+35)

Jesus heilt kranke und behinderte Menschen, so lesen wir in den Evangelien der Bibel. Wie sind diese Erzählungen zu verstehen? Lesen wir hier von Durchbrechungen der Naturgesetze? Passen erkrankte und behinderte Menschen nicht ins Reich Gottes? Lohnt es sich, für Heilungen zu beten?

Mit diesem Vortrag möchte ich den Blick öffnen für das wunderbare Handeln Jesu.

 

Wert und Würde eines Menschen

Werdende Eltern stehen nach einem kritischen Befund aus vorgeburtlicher Untersuchung vor der Frage: „Wollen wir dieses Kind haben? Kann es glücklich werden? Wird es ein wertvolles Leben sein?“ Alte Menschen stellen sich zuweilen selbst in Frage: „Ich bin zu nichts mehr nütze, am liebsten möchte ich sterben.“ (Kranke) Menschen können das Gefühl haben: „Mein Leben ist nicht mehr lebenswert?

Wie ist das mit dem Wert des Lebens? Kann man ihn verlieren? Wenn Ja, verliert das Leben damit auch seine Berechtigung? Anders gefragt: Sollen wir dem Wunsch, ein Leben zu beenden entsprechen, etwa durch Schwangerschaftsabbruch und Sterbehilfe?

In diesem Vortrag erkläre ich meinen Standpunkt zu ethischen Fragen.

Motivation und Lernen

Ich kann was und ich bin wer – wann Menschen gerne lernen (neue Schulen braucht das Land)

Erfolgserlebnisse (ich kann was) und Anerkennung (ich bin wer) sind die beiden wichtigsten Gründe, warum Menschen sich extremen Herausforderungen stellen und sie bewältigen. Sie verschaffen uns unbeschreibliche Glücksmomente und eine tiefe Befriedigung.

Wie nun muss eine Schule aussehen, in der das Lernen Spaß macht?

Welche Inhalte motivieren? Wie wichtig ist die Lernatmosphäre? Brauchen wir eigentlich Noten? Motivieren oder blockieren Wettkampf und Konkurrenz?

 

Berge versetzen – wann Menschen (Höchst-)leistungen bringen

Menschen sind zu erstaunlichen Leistungen fähig. Einige können sich in Windeseile die Reihenfolge von 52 Spielkarten einprägen, andere planen und bauen Gebäude, die uns den Atem anhalten lassen.

Manchen versetzt in Erstaunen, wie ich Vorhand und Rückhand spiele und zwar ohne Hände. Das konnte ich freilich nicht über Nacht, sondern habe es Stück für Stück gelernt.

Oft werden Höchstleistungen nur in der Freizeit erbracht. Wie aber können Mitarbeitende motiviert werden? Wie muss ich meine Mitarbeiter führen, dass sie sich voll ins Zeug legen? Wann macht arbeiten Spaß? Motivieren oder blockieren Wettkampf und Konkurrenz?

Menschen führen und begleiten (Soziale Kompetenzen)

Mitarbeitende führen

Menschen haben Lust an Leistung, Erfolgerlebnisse beflügeln und Mitarbeitende die Anerkennung erfahren übertreffen sich manchmal selbst, so lautet mein Credo.

Welche Rolle spielt die Beziehung zu Mitarbeitenden und inwiefern fördert eine gute Atmosphäre die Leistungen der Mitarbeitenden. Wie etabliere ich eine Anerkennungskultur in meinem Betrieb und warum ist diese überhaupt wichtig?

Wie gehen Personalführungskräfte mit Grenzen und Unfähigkeiten der Mitarbeitenden um? Und wie gehe ich selbst mit den eigenen Unzulänglichkeiten um?

Anhand von Beispielen aus dem Leistungssport beschreibe ich eindrücklich, wann und warum Menschen Höchstleistungen bringen.

 

Was macht die Macht mit mir? (für Mitarbeitende der sog. Behindertenhilfe)

Wer in der Assistenz von Menschen mit geistiger Behinderung arbeitet, hat es mit Menschen zu tun, die in hohem Maße angewiesen sind auf andere.

Zugleich sind Selbstbestimmung, respektvoller Umgang und individuelle Freiheit große Werte, die Mitarbeitende gerne verwirklichen wollen.

Wie übe ich meine Gestaltungsmacht und meine Betreuungsverantwortung so aus, dass sich sowohl Angewiesener als auch Assistent wohl fühlen? 

 

Trauerbegleitung von Menschen mit geistiger Behinderung (für Mitarbeitende der sog. Behindertenhilfe)

Menschen mit geistiger Behinderung machen intensive Trauererfahrungen. Ihre Gefühle und ihre Trauer bringen sie auf ihre ganz eigene Art und Weise zum Ausdruck. Das stellt begleitende Menschen vor die Frage: Wie kann Zuhören, Einfühlen und Wertschätzen gelingen, wenn mein Gegenüber Ausdrucksweisen hat, die mir unzugänglich erscheinen?

Inhalte und Ziele:
Biografische Reflexion: Meine Erfahrungen im Umgang mit Sterben und Trauer.
Kenntnisse über Trauerphasen und Verarbeitungsprozesse.
Rituale: Entdecken und hilfreich nutzen.